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07 June 2019

Payoff Magazine: “Institutional investors would do well to invest part of their assets in crypto assets.”

Yara Ainsworth

Yara Ainsworth

Head of Marketing and Communications at Crypto Finance AG

About the author

Source: payoff.ch (original magazine in German), Author: Serge Nussbaumer

Rubrik: The Blockchain Story

Christoph Steiger, Head of Sales Crypto Fund AG, über die Gründe der jüngsten Kursavance bei Bitcoin, die weiteren Aussichten sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Handelsoptionen.

Bitcoin hat sich seit Anfang April 2019 erheblich verteuert. Was sind die Gründe für das neuentflammte Interesse an der Crypto-Währung?
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem bisherigen Allzeithoch von knapp unter USD 20’000 pro Bitcoin wurde Mitte Dezember 2018 das Jahrestiefst markiert. Die nachfolgende Bodenbildung im 1. Quartal 2019 endete mit dem technischen Ausbruch über USD 4’250 und führte in drei kurzen, heftigen Bewegungen auf das aktuelle Level von USD 8’000. Nebst den vorerwähnten technischen Gründen lässt sich allgemein feststellen, dass der Crypto-Markt nicht mehr so verletzlich auf negative Nachrichten reagiert wie noch im Jahr zuvor. Ein deutliches Zeichen, dass nach einem langen Crypto-Winter nun wieder eine positive Grundstimmung am Markt vorherrscht.

«Aufgrund der Kurssteigerung der vergangenen 6 Wochen aber von einer nachhaltigen Entwicklung zu sprechen wäre etwas vermessen.»

Ist die ab Mitte April konstatierte Abwertung des Yuans zum US-Dollar ein Faktor für die gestiegene Nachfrage nach Bitcoin?
Crypto Assets allgemein gelten als unkorreliert im Bezug zu traditionellen Anlageklassen wie Aktien, Bonds oder Rohstoffen (siehe separate Crypto Box). Ist beispielsweise das starke inverse Verhältnis zwischen US-Dollar und Gold sowohl gut dokumentiert als auch zuverlässig, kann dies von der aktuellen Korrelation zwischen Bitcoin und traditionellen Währungen wie US-Dollar, Euro oder eben dem Yen nicht gesagt werden. Ein weiterer, guter Grund, der für ein Crypto-Investment spricht. Die geringe Korrelation von Bitcoin mit anderen Märkten wird die Attraktivität als handelbares Gut weiter erhöhen.

Wie nachhaltig erachten Sie die explosive Kurssteigerung von Bitcoin der letzten Wochen?
Wenn wir von Crypto Assets sprechen betrachten wir ein junges und extrem dynamisches Umfeld. Im Vergleich zu traditionellen Anlageklassen ist das Konzept von Bitcoin gerade einmal zehn Jahre alt. Massive, zum Teil erratische Bewegungen gehören somit ganz einfach dazu. Aufgrund der Kurssteigerung der vergangenen sechs Wochen aber von einer nachhaltigen Entwicklung zu sprechen wäre etwas vermessen. Auf dem Weg zu einer eigenen Anlageklasse werden Crypto Assets respektive Crypto-Investoren weiterhin mit hoher Volatilität umgehen müssen. Bitcoin ist keine Einbahnstrasse.

Sollen Institutionelle Anleger, die Bitcoin erwerben möchten, die Crypto-Währungen direkt (inkl. Wallets) oder indirekt via ETPs, ETFs oder Tracker-Zertifikate kaufen?
Institutionelle Anleger tun gut daran, einen gewissen Teil ihres Vermögens in Crypto Assets anzulegen. Wer sich hierzu für Bitcoin entscheidet setzt auf die grösste, liquideste und älteste Crypto-Währung. Das technische Verständnis vorausgesetzt können Bitcoins heute problemlos über verschiedenste Börsen direkt gekauft und selbst verwahrt werden. Aus institutioneller Sicht, insbesondere im Hinblick auf Custody und Reporting macht aber ein indirektes Investment via regulierte Anlagefonds möglicherweise mehr Sinn.

Was sind die Vor- bzw. Nachteile der verschiedenen Handelsoptionen (Kosten, Sicherheit, …) auf Bitcoin?
Dem Vorteil des kostengünstigen Handels via Internet respektive Crypto-Börsen stehen verschiedene Nachteile wie Zugang (FIATRamp), sichere Verwahrung (Storage) oder Gegenparteirisiko gegenüber. Als Alternative dazu offerieren verschiedene Anbieter mittlerweile indirekte Investment via Anlagefonds, ETPs oder Strukturierte Produkte. Durch Verbriefung werden damit Crypto Assets «bankfähig» gemacht, was diverse Vorteile, unter anderem in der Verbuchung respektive beim Reporting, mit sich bringt. In jedem Falle sind auch hier Struktur und Gegenparteirisiko zu prüfen. Ein ETP Exchange Traded Product unterscheidet sich beispielsweise im Konkursfall deutlich von einem regulierten Anlagefonds.

Welche Preiserwartungen haben sie für Bitcoin bis Ende 2019 bzw. bis Ende 2021?
Seit Anfangs Jahr stellen wir wieder eine deutliche Zunahme der Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleitungen fest. Es wird massiv investiert in Kapazitäten im Bereich Storage oder Brokerage, und dies weltweit, nicht nur in der Schweiz. Das Ökosystem entwickelt sich rasant weiter und bereitet sich auf den Einstieg der Institutionellen Anleger vor – Gelder, die bislang noch an der Seitenlinie verharren. Zudem steht im Mai 2020 das nächste Bitcoin Block Reward Halving an, von 12.5 auf 6.25 coins. In der Vergangenheit entwickelte sich der Bitcoin-Kurs in den Monaten vor und nach einem Halving jeweils positiv. Aus diesen Gründen erwarten wir eine anhaltend positive Preisentwicklung bis Ende Jahr, und bis Ende 2021 werden wir neue All-time Highs sehen.

Lesen Sie die ganze payoff Ausgabe von Juni hier.

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