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21 Juni 2019

Handelszeitung: Was die digitale Münze von UBS und CS mit Libra zu tun hat

Yara Ainsworth

Yara Ainsworth

Head of Marketing und Communications bei Crypto Finance AG

Über den Autor

Quelle: Handelszeitung, Autor: Marc Bürgi

Im Gespräch mit Handelszeitung Autor Marc Bürgi: Crypto-Finance-CEO Jan Brzezek kann sich vorstellen, dass die Banken den Utility Settlement Coin in einem zweiten Schritt unter anderem auch für die Öffentlichkeit freigeben.


Facebook konnte keine Banken für die Digitalwährung Libra gewinnen. UBS und CS gleisen mit Partnern gerade eine andere digitale Münze auf.
Diese Woche machte Facebook mit seiner geplanten Cyberwährung Libra Schlagzeilen. Erstaunlich wenig Beachtung findet ein anderes Projekt, welches der digitalen Devise gleicht. Seit 2015 treibt die UBS in Verbund mit der CS und anderen Grossbanken die Idee einer eigenen Cybermünze voran.

Lange war nur wenig über diese Utility Settlement Coin (USC) bekannt, nun wurde das auf «Fnality» getaufte Projekt der Öffentlichkeit präsentiert.

Um was geht es bei dieser Cybermünze der Grossbanken genau? Hier sind die wichtigsten Antworten dazu.

Was ist der Utility Settlement Coin (USC)?

Der Coin ist eine mit echtem Geld gesicherte Cyberwährung, die auf dem dezentralen Computernetzwerk Blockchain funktioniert.

Der Wert dieser digitalen Münze soll einer von fünf Währungen entsprechen, dem US- und dem kanadischen Dollar, dem Euro, dem Yen, und dem Pfund.

Für jede Einheit des USC müssen die Banken den Wert bei der entsprechenden Zentralbank hinterlegen. Um einen USC-Euro zu verwenden, müsste die UBS also einen Euro bei der Europäischen Zentralbank deponieren.

Wer steuert den USC, und wer macht mit?
Anstoss für den USC gaben 2015 die UBS und das Londoner Startup Clearmatics. Dem Projekt haben sich nun gut ein Dutzend Grossbanken angeschlossen, darunter die Credit Suisse, Barclays und Santander. Auch die US-Börse Nasdaq ist mit an Bord.

Anfang Juni gründeten die Unternehmen ihre Gesellschaft Fnality International (Fnality). Die rechtliche Struktur der vermutlich britischen Gesellschaft gibt Fnality auf Anfrage nicht bekannt.

Die Leitung hat der Ex-Deutsche-Bank-Manager Rhomaios Ram inne. Auch Schweizer sind im Management: Daniel Heller, früherer Vertreter der Schweiz beim Internationalen Währungsfonds, ist für regulatorische Belange zuständig.

Der geschäftsführende Manager, Olaf Ransome, hat ebenfalls die Schweizer Staatsbürgerschaft.

Anfang Juni statteten die Unternehmen die Gesellschaft mit umgerechnet knapp 63 Millionen Franken aus.

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